Ihre Stadt braucht Ihre Hilfe:

Freie Wege für clevere Städte!

 

Sind Falschparker Egoisten? Falschparken entzieht anderen die Freiheit, sicher und ungehindert von A nach B zu kommen. Autos, die einen Radweg oder Bürgersteig zuparken oder in der zweiten Reihe stehen, hindern andere, sich frei und sicher durch die Stadt zu bewegen. Die Freiheit von Fußgängern, Radfahrern, Rolli- und Rollator- und Bus-Nutzern wird durch Gedankenlosigkeit und Egoismus eingeschränkt. Falschparker sind eine Hürde auf dem Weg zu lebenswerten, menschen- und klimafreundlichen Städten.

Wir wollen mehr Fairness im Verkehr – und haben deshalb die kostenlose Smartphone-App „Wegeheld“ entwickelt. Mit dieser App kann jeder Verkehrsteilnehmer einen Falschparker – anonymisiert – in die Öffentlichkeit bringen. Mit nur zwei Klicks ist das Foto plus Kommentar im Netz. 

Bürger, Politik und Verwaltung sehen auf einen Blick, wie groß das Falschparker-Problem ist. Sie erkennen, dass sie handeln müssen, um für attraktive Innenstädte mit freien und sicheren Wegen für alle zu sorgen.

Fußgänger, Radfahrer, Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren und Kinder wollen bessere Städte. Und das unterstützen wir!



Erstunterzeichner:

Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND); Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie; Claudia Maiwald, Bundesgeschäftsführerin Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD); Peter Reichert, Pressesprecher, Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.; Stefan Lieb, Geschäftsführer FUSS e.V., Fachverband Fußverkehr Deutschland; Susanne Henckel, Geschäftsführerin VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH; Ulrike Saade, Geschäftsführerin Velokonzept Saade GmbH und Veranstalterin VELOMesse Berlin; Bettina Hartz, Schriftstellerin, Kulturjournalistin und Autorin des Buches „Auf dem Rad - Eine Frage der Haltung“; Werner Faber, Geschäftsführer der Landesgruppe Ost des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen; Jens Maspfuhl, Vorsitzender Deutsche Unfall-und Katastrophenopfer Hilfe e.V.; Stefan Schenck, Vize-Präsident des Behinderten-Sportverband Berlin e.V. und Spendenberatung SCHENcK; Prof. Dr. Ines Carstensen, Nachhaltigkeits- und Innovationsmanagement, BEST- Sabel Hochschule Berlin und erweiterter Vorstand, Futouris e.V. – Die Nachhaltigkeitsinitiative der dt. Tourismuswirtschaft; Thomas Krautscheid, Abteilungsleiter Verkehr, Vertrieb und Umwelt, Quotas GmbH; Dr. Niels Beisinghoff, Geschäftsführer BetterTaxi, BetterTec GmbH; Kai Gildhorn, Geschäftsführer Mundraub, Terra Concordia gUG; Helge Denker, Fachjournalist und Medienberater

Statements:

Parke nicht auf unseren Wegen“ – diesen Aufkleber haben wir früher als Gegenwehr auf Windschutzscheiben von Gehwegparkern angebracht. Mit der Wegeheld-App wird die Falschparkerei sichtbar und fordert zum politische Handeln auf. Damit Fußgänger und Radfahrerinnen es einfacher und sicherer haben!

Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzend BUND e.V.

Nachhaltigkeit ist kein reines Schönwetterthema: Der Veggie-Day zeigt, dass die Widerstände hoch sind und selbst von allen als vernünftig angesehene Verhaltensweisen zu verlorenen Wahlen führen können. Umso spannender finde ich die Initiative Wegeheld-App, die Nachhaltigkeit an einem konkreten Konfliktort beim Schopfe packt. Die virale PR-Kampagne zeigt, dass der Flächenkonflikt um städtischen Verkehrsraum Menschen und Medien zur Positionierung zwingt. Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Ich unterstütze die App, damit die Verkehrsmittel des Umweltverbundes den Platz in dieser Stadt wieder zurück gewinnen, um pünktlicher, zuverlässiger und sicherer zu werden. Busse, Fahrradverkehr und Fußgänger sind ein Garant dafür, dass wir Lebensqualität und Mobilität in Berlin vereinen können. Susanne Henckel, Geschäftsführerin VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH

Auch ich habe früher die Aufkleber: „Parke nicht auf unseren Wegen“ an falsch parkende Autos geklebt. Schön, dass die Initiative Wegeheld nun mit dem cleveren Einsatz von App, Web und Crowd ein modernes Instrument entwickelt hat, der Gefährdung im Straßenverkehr durch gedankenlose und manchmal auch rücksichtslose Autofahrer zu entgegnen. Ich unterstütze die Initiative, weil es Zeit für bessere Städte mit mehr freien Rad- und Gehwegen ist.

Ulrike Saade, Geschäftsführerin Velokonzept Saade GmbH und Veranstalterin VELOMesse Berlin

Wo gibt es noch Ausfahrten, die nicht verstellt sind, wo kann man noch einfach die Straße betreten und überqueren, ohne sich durch Autos quetschen zu müssen?! An Kreuzungen wird bis zum Gehwegende geparkt, ein Auto geht ins nächste über. Verlangt die StVO da nicht eine Zwei-Meter-Zone, die frei bleiben muss? Davon scheint noch kein/e AutofahrerIn gehört zu haben. Die Sichteinschränkungen als Radfahrerin finde ich lebensgefährlich. Ich muss mich weit über den Lenker lehnen, um zu sehen, ob ein Auto kommt. Egal, ob von rechts oder links. Und werde selbst nicht gesehen. Meine Forderung: Alle Ein-/Ausfahrten sowie Ecken frei und in Wohngebietsstraßen darf immer nur abwechselnd auf einer Seite geparkt werden. Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie viel Platz uns der so genannte ruhende Verkehr kostet. In Berlin sind 45 Prozent der Haushalte autofrei. Warum dann nicht 45 Prozent des Straßenraums, vor allem auch an seinen Rändern? Mich stören nicht nur die FalschparkerInnen, sondern dass überhaupt so viel und überall geparkt wird. Darüber, wem der öffentliche Raum gehört, muss neu verhandelt werden. Die App ist ein Instrument auf dem Weg dahin!

Bettina Hartz, Schriftstellerin, Kulturjournalistin, Autorin des Buches „Auf dem Rad - Eine Frage der Haltung“

Fahrgäste von Bussen und Bahnen erwarten zu Recht eine pünktliche und sichere Fahrt. Immer wieder kommt es aber vor, dass abgestellte Pkw die Bushaltestellen, Busspuren oder Straßenbahngleise blockieren. Das ist schlechter Stil, respektlos, gefährlich und verletzt die StVO. Mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit für respektvolles Verhalten im Verkehr begrüße ich außerordentlich.

Werner Faber, Geschäftsführer Landesgruppe Ost, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen

Für Passanten mit Kinderwagen, Gehhilfe oder Rollstuhlbenutzer ist häufig an einem auf dem Gehweg parkenden Fahrzeug Endstation. Ein Ausweichen für diese schwächsten Verkehrsteilnehmer ist dann nur über die befahrene Straße möglich. Hinzu kommt, dass nicht alle Bürgersteige so tief abgesenkt sind, dass der Rollstuhlbenutzer problemlos den Gehweg verlassen kann oder Schnee und Eis behindern die Weiterfahrt. Welchen Gefahren sich die Verkehrsteilnehmer dabei aussetzen, ist nachvollziehbar. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. verteilt seit Jahren Hinweiszettel an Falschparker auf Gehwergen oder Behindertenparkplätzen. Die Idee einer Falschparker-App finden wir gut, weil Parksünder nachhaltig auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden.

Peter Reichert, Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.

Unsere Parke-nicht-auf-unseren-Wegen-Aufkleber kleben wir und lassen wir seit fast 40 Jahren auf asozial abgestellte Kfz kleben. Über eine Millionen mal haben Falschparker bereits diese Erinnerung bekommen. Wir freuen uns, dass es jetzt neben den papierenen Hinweisen auch digitale wie das Wegeheld-App gibt. In jetzt wahrscheinlich kürzerer Zeit haben wir das Problem hoffentlich gemeinsam gelöst!

Stefan Lieb, FUSS e.V.

Behindertenparkplätze haben eine Sinn und sind nicht für Menschen da, die einfach zu faul sind, einen Parkplatz zu suchen. Wenn es aber um ihre Rechte geht, dann schreien sie am lautesten. Sozial uncool!

Jens Maspfuhl, Vorsitzender Deutsche Unfall-und Katastrophenopfer Hilfe

Unterstütze die App gerne, als Kinderwagenschieber, der Falschparker einfach lästig findet, als fünffacher Vater, der Falschparker als Gefährdung für den sicheren Schulweg meiner Kinder ansieht und als Mitglied des Berliner Landesbeirates für Menschen mit Behinderung, denn Falschparker sind vor allem für gehbehinderte, sehbehinderte oder blinde Menschen mindestens ein Ärgernis bis hin zu einer Gefahr für Leib und Leben. Falschparker und Falschparkerinnen (!!) unterstelle ich keine Böswilligkeit, sondern Gedankenlosigkeit. Wegeheld kann für eine Sensibilisierung bei Falschparkern für die Alltagsprobleme der nichtmotorisierten Gesellschaft sorgen.

Stefan Schenck, Vize-Präsident des Behinderten-Sportverband Berlin

Der neue Tourist geht insbesondere in Großstädten auf Entdeckertouren. Dies tut er spontan und unkompliziert. Sein Lieblingsfortbewegungsmittel ist sein City-Leihrad, mit dem er genauso schnell und praktisch die interessanten Orte erreicht. Vorausgesetzt, man bietet ihm die Chance dazu. Die neue Berliner Radler App ist ein erster willkommener und notwendiger Schritt, hin zu einer längst überfälligen Infrastruktur für ein „smartes Stadtfeeling“.

Prof. Dr. Ines Carstensen, Nachhaltigkeits- und Innovationsmanagement, BEST- Sabel Hochschule Berlin und erweiterter Vorstand, Futouris e.V. – Die Nachhaltigkeitsinitiative der dt. Tourismuswirtschaft

Der Trend zum Radfahren nimmt erfreulicherweise immer mehr zu. Wegeheld ist die moderne Form des Protests, die es RadfahrerInnen ermöglicht, etwas zu tun. Die App stellt ein wichtiges Instrument dar, um den öffentlicher Raum sicherer und lebenswerter zu gestalten.

Thomas Krautscheid, Abteilungsleiter Verkehr, Vertrieb und Umwelt, Quotas GmbH

Mit Wegeheld kommt endlich mehr Fairness in den Straßenverkehr! Autos stehen zu 95% nur herum und verbrauchen Platz. Da mit Rad, ÖPNV, Taxi und Car-Sharing genügend Mobilitätsangebote bestehen, müsste Parken - außer in Sonderfällen- für exklusiv genutzte Fahrzeuge sehr teuer werden, und erst recht für Falschparker auf Rad- und Gehwegen und in zweiter Reihe! Fahrradfahren ist durch Zweite-Reihe-Parker teilweise lebensgefährlich geworden, insbesondere für Kinder und Senioren. Ich bin großer Fan von Wegeheld!

Dr. Niels Beisinghoff, Geschäftsführer BetterTaxi

Freie Fahrt für freie Bürger: Wir unterstützen Wegeheld, weil es die Menschen befähigt, Hindernisse aus der Welt zu schaffen, damit sie ihren Weg gehen können.

Kai Gildhorn, Geschäftsführer Mundraub, Terra Concordia gUG

Radfahren ist gesund und in der Stadt die Alternative zu Staus, vollen Bussen und Bahnen. Aber ohne genug Platz dafür auf den Straßen bleibt es lebensgefährlich.

Helge Denker, Fachjournalist und Medienberater